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Open Government Data (OGD) Steiermark

Was verbirgt sich hinter "OGD"?

Open Government wird als ein Sammelbegriff für eine ganze Reihe unterschiedlicher Konzepte und Visionen verwendet, die sich mit bestimmten Facetten einer Öffnung von Staat und Verwaltung auseinander setzen.

Ein Aspekt ist dabei die Offenlegung von Verwaltungsdaten. Diese wird als Mittel zur Steigerung der Beteiligung in einem gemeinsamen Werterstellungsprozess von Politik, Verwaltung, Bürgerlnnen, Forschung und Wirtschaft gesehen. Die damit einhergehende Transparenz von Daten und lnformationen steigert das Vertrauen aller an Verwaltungsprozessen Beteiligten, führt zu neuen Geschäftsmodellen und festigt mittel- bis langfristig die bestehenden demokratischen Institutionen.

Open Government Data (OGD) sind jene nicht-personenbezogenen Datenbestände, die im Interesse der Allgemeinheit ohne jedwede Einschränkung zur freien Nutzung, zur Weiterverbreitung und zur freien Weiterverwendung zugänglich gemacht werden.

Offene Daten im Land Steiermark

Das Land Steiermark hat in der Vergangenheit bereits Daten via Internet angeboten, die von der Öffentlichkeit genutzt werden können, deren Weiterverwendung aber wegen des Publikations-Formates oder aufgrund lizenzrechtlicher Einschränkungen nicht möglich war.

Die nunmehr wesentlichen Kriterien für offene Verwaltungsdaten sind die Maschinenlesbarkeit sowie eine Lizenz zur uneingeschränkten Weiterverwendung. In der ersten Phase werden jene Daten des Landes Steiermark im Rahmen von "Open Government Data" maschinenlesbar angeboten, die bisher schon in anderer Form für die Öffentlichkeit frei zugängig waren.

Es ergeben sich damit unter anderem folgende Vorteile: Unternehmen können mit den angebotenen Daten neue Anwendungen erstellen. Die gegenseitige Nutzung von Daten unterschiedlicher Verwaltungseinheiten wird vereinfacht. Wissenschaft und Forschung profitieren vom vereinfachten Datenzugang. Für Bürgerinnen und Bürger wird damit die Transparenz gefördert.

Risiken bestehen durch mögliche Missdeutung, Fehlinterpretation oder Verfälschung der Daten. Die Verknüpfbarkeit unterschiedlicher Datenbestände kann zu Ergebnissen führen, die negative Auswirkungen haben.

Die aktuelle Entwicklung in Österreich und im restlichen Europa zeigt einen klaren Trend hin zu offenen Verwaltungsdaten.

Was macht "OGD" aus?

Bei der Veröffentlichung von  OGD werden folgende Prinzipien möglichst eingehalten:

  • Die Daten sind vollständig,
  • sie stammen von der Primärquelle,
  • sie werden zeitnah zur Verfügung gestellt,
  • der Zugang ist uneingeschränkt,
  • die Daten sind maschinenlesbar,
  • der Zugriff ist nicht diskriminierend,
  • es werden offene Standards verwendet, 
  • die Veröffentlichung erfolgt unter der Lizenz "Creative Commons Namensnennung 3.0 Österreich" (CC BY 3.0 AT), 
  • zur Dokumentation existieren langlebige Metadaten und
  • es werden keine Kosten verrechnet.

Für die Bewertung der Relevanz von OGD-Daten wird die "Externe Verknüpfung Klassifikation von Informationen für PSI-Umsetzung der BLSG Projektgruppe UPSIR - Umsetzung PSI Richtlinie" herangezogen.